Sambia – Rafting Sambesi, Rhino
Kaum sind wir in Kasane losgefahren, erreichen wir die Brücke über den Sambesi und damit die Grenze zu Sambia. Die Brücke führt, streng geografisch gesehen, von Botswana nach Sambia. Die Landesgrenzen zu Namibia und Simbabwe sind allerdings keine 50 Meter entfernt, sodass man hier fast von einem Vierländereck sprechen könnte.

Unsere Route führt uns direkt nach Livingstone. Unterwegs entdecken wir mitten auf der Straße ein kleines Chamäleon. Im Zeitlupentempo, teilweise wie eingefroren, bewegt es sich über den Asphalt. Faszinierend! Irgendwann versuchen wir dann doch, es ein wenig zur Eile anzutreiben. Schließlich ist schon das nächste Auto in Sicht.

In unserem Guesthouse treffen wir zufällig auf einen Tourenanbieter und buchen kurzerhand eine Rafting- und eine Safaritour.
Am nächsten Tag werden wir in einem uralten Lastwagen abgeholt. Wir fragen uns schon, ob der Lkw nur deshalb so langsam fährt, weil die Bremsen nicht mehr richtig funktionieren. Am Ziel angekommen, gibt es eine kurze Einweisung. Ein Paddel wird uns in die Hand gedrückt, Schwimmwesten und Helme werden angepasst und dann geht es über einen Trampelpfad weit hinunter in die Schlucht.

Das Schlauchboot liegt schon bereit und der Spaß kann beginnen.
Insgesamt werden wir 18 Stromschnellen passieren. Unser Guide steht am hinteren Ende des Bootes und hält zwei ausladende Holzpaddel in den Händen. Vor jeder Stromschnelle kündigt er uns deren Namen (z.B. The Washing Machine), die Schwierigkeitskategorie und auch gleich die Wahrscheinlichkeit unseres Kenterns (Flip) an. Im Bug sitzen zwei junge Helfer, wir nehmen in der Mitte Platz.

Sollte es zu heftig werden, gibt es das Kommando „Down“. Dann heißt es: Ab ins Bootsinnere und bloß nicht mehr auf den Außenkanten herumturnen.
Wie soll man beschreiben, was jetzt kommt? Die aufsteigende Panik vor der nächsten Stromschnelle. Das Gefühl: Wo bin ich hier eigentlich? Die Wasserdusche, die uns mit voller Wucht erwischt. Geschrei und Gejohle. Und schließlich die Freude, wenn wir wieder heil aus der Waschmaschine herauskommen.

Einmal allerdings gibt es keine Freude über das Durchkommen. Das Boot macht tatsächlich einen Flip und wir landen alle im Sambesi. Zum Glück gehört auch das zum Abenteuer und wir können anschließend darüber lachen.
Neben dem Nervenkitzel genießen wir das Panorama der beeindruckenden Schlucht, entdecken kleine Krokodile am Ufer und haben dank unseres professionellen Guides jede Menge Spaß. Die Rückfahrt zieht sich gefühlt ewig hin. Über Sand und Geröllpisten geht es durch abgelegene Dörfer zurück. Auch das ist ein Erlebnis für sich.
Am nächsten Tag wartet bereits das nächste Abenteuer auf uns. Der zweitkleinste Wildpark Sambias steht auf dem Programm. Trotz seiner überschaubaren Größe bekommen wir erstaunlich viele Tiere zu sehen.

Was diese Safari besonders macht, ist unser Guide. Er kennt sich bestens aus und erzählt uns immer wieder interessante Besonderheiten und Wesensmerkmale der verschiedenen Tiere. Dadurch wird die Fahrt zu viel mehr als einer einfachen Tierschau.
Gegen Ende der Tour geht es noch zu den Nashörnern. Sie werden rund um die Uhr von bewaffneten Rangern bewacht, denn die Siedlungen der einheimischen Bevölkerung liegen teilweise sehr nah am Schutzgebiet. Wilderei ist leider auch hier ein Thema.

Und dann stehen wir tatsächlich vor den Nashörnern. Fotoshooting with Rhinos!
Viel Spaß beim Anschauen der Fotogalerie. Wenn du ein Bild anklickst, werden die einzelnen Aufnahmen größer dargestellt.




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