Runter vom Rad – Rauf auf den Berg

Nachdem uns bereits der Vizekonsul auf dem Konsulat in Calabar von der Besteigung des Mount Cameroon erzählt hatte und ein in Kamerun lebender Deutscher sowie eine Radfahrerin begeistert berichtet hatte, beschlossen wir, die Sache selbst anzugehen.

Zunächst mussten wir nach Buea auf rund 1000 Meter hochkurbeln und einen Guide für die Tour finden. Die Strecke war ordentlich steil, zum Glück aber wenig befahren. Beim Guide entschieden wir uns schließlich für denjenigen, der am schnellsten und ausführlichsten auf unsere Anfrage geantwortet hatte.

Das erste Hotel wollte uns für die zwei Tage, in denen wir Räder und Gepäck dort lassen wollten, den vollen Zimmerpreis berechnen. Das war uns dann doch etwas zu viel des Guten. Also zogen wir kurzerhand um und bereuten die Entscheidung kein bisschen.

Am nächsten Morgen sollten wir um acht Uhr abgeholt werden, um gegen halb neun zu starten. Die Abholung verzögerte sich, da aufgrund des Ghost Town Mondays am Vortag die Einkäufe noch nicht erledigt waren. 

 

Kurz nach neun Uhr ging es los und bis zum Eingang des Nationalparks durch schönen dichten Wald. Ab 2000m wurde es lichter und steiler und wir waren froh die Fako-Lodge nach sechs Stunden endlich zu erreichen. Die Aussicht war herrlich, da es inzwischen aufgemacht hatte. In Summe waren das am ersten Tag über 1800m Aufstieg.

Dort waren wir in einer sehr komfortablen Hütte untergebracht, und bekamen ein gutes Abendessen aus den von unserem Träger hochgeschleppten Zutaten zubereitet. Kurz darauf lagen wir völlig erledigt in unseren Betten. 

 

Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Nach einem kurzen Frühstück machten wir uns mit müden Beinen auf den Weg zum Gipfel. Je höher wir kamen, desto kälter, windiger und wolkenverhangener wurde es. Nach drei Stunden standen wir schließlich auf dem windumtosten Gipfel und entdeckten überrascht, dass offenbar schon vor uns ein Karlsruher oder zumindest ein KSC-Fan hier gewesen war. Auf dem Gipfelschild klebte tatsächlich ein KSC-Sticker. Unser eigener Sticker machte sich direkt daneben ziemlich gut.

 

Danach begann der lange Abstieg. Auf der anderen Seite des Bergs führte der Weg durch eine fast surreale Landschaft mit den unterschiedlichsten Lavaformationen. Am Ende der Tagesetappe erreichten wir die Mann’s Spring Lodge und waren komplett erledigt. Radfahren und Wandern beanspruchen eben doch ganz andere Muskeln, und fürs Wandern waren wir definitiv nicht in Übung.

Am nächsten Tag ging es zurück nach Buea. Dort waren wir schon froh, die Treppen hoch zum Hotel und vor allem später wieder runter zum Abendessen zu kommen.

Viel Spaß beim Anschauen der Fotogalerie. Wenn du ein Bild anklickst, werden die einzelnen Aufnahmen größer dargestellt.

 

 

1 Kommentar
  1. Dieter
    Dieter sagte:

    Hallo Ihr Beiden,
    habe mich bisher noch nie gemeldet, bin aber trotzdem ein fleißiger Leser von Euren Post, die ich sehr interessant finde und das eine oder andere auch Neu für mich ist.
    Bei Besteigung des Kamerunberges stellt sich für mich die Frage: Ihr habt die ganze Zeit diese warmen Sachen mitgeschleppt?
    Grüße auch von Ingrid und weiter gutes Gelingen Eurer Traumtour
    LG Ingrid+Dieter

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