Togo – ultrakurz, minimaler Einblick

Nachdem wir schneller als ursprünglich gedacht durch Ghana gekommen waren, standen wir an der Grenze zu Togo plötzlich vor einem Problem: Unsere Visa waren noch nicht gültig. Wir dachten uns erst, das würde sich schon irgendwie regeln lassen, wechselten unser Geld und holten uns auf ghanaischer Seite die Ausreisestempel. Auf der togolesischen Seite sahen die Beamten das allerdings ganz anders und wollten unsere Visa auf keinen Fall akzeptieren. Tja, und nun?
Nach kurzer Überlegung nahmen wir das Angebot eines sofort herbeigeeilten „Fixers“ an. Er versprach, jemanden dazu zu bringen, am Ostersonntag ins Büro zu kommen und uns zwei neue Visa auszustellen. Natürlich war das Ganze mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber immer noch besser, als wieder umzukehren. Nach gefühlt endlosen drei Stunden des Wartens hielten wir endlich zwei neue Visa in den Händen und konnten einreisen.

Die Hauptstadt Lomé liegt direkt an der Grenze und nach diesem nervenaufreibenden Grenzübertritt bot sich uns dort ein völlig anderes Bild als in Ghana. Der Strand war sehr sauber und in der Stadt reihten sich unzählige Strandbars und Restaurants aneinander. Mit dem Wechsel vom Englischen zurück ins Französische kamen auch Baguette und Croissants wieder in unser Leben, was für ein Genuss. Dazu entdeckten wir ganz zufällig eine Eisdiele, deren Qualität locker mit einer europäischen mithalten konnte. Als Krönung fanden wir noch ein tolles Hotel mit gutem Restaurant direkt am Strand. Der Tag war gerettet und der ganze Ärger schnell vergessen.

 

Damit wir an der Grenze zu Benin nicht noch einmal in dieselbe Situation mit einem noch nicht gültigen Visum geraten würden, beschlossen wir, vorsorglich direkt neue Visa zu beantragen. Die Bearbeitungszeit in Benin war erfahrungsgemäß sehr kurz und tatsächlich hatten wir schon am nächsten Tag zwei neue Visa im Postfach. Also konnte es weitergehen und wir machten uns auf den Weg Richtung Benin. Unterwegs entdeckten wir noch einige schöne Graffitis und Mosaike.

 
Nach nur 54 Kilometern hatten wir Togo bereits durchquert. Spuren der deutschen Kolonialzeit haben wir jedenfalls keine gesehen oder zumindest nicht bewusst wahrgenommen.

Viel Spaß beim Anschauen der Fotogalerie. Wenn du ein Bild anklickst, werden die einzelnen Aufnahmen größer dargestellt.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert