Nach einer gefühlten Ewigkeit ist heute endlich der Kilometerzähler auf die nächste Tausendermarke gesprungen. Der letzte Wechsel liegt schon über zwei Monate zurück – damals im Senegal. Seitdem ist unglaublich viel passiert. So viel, dass es sich manchmal fast unwirklich anfühlt. Und trotzdem sitzen wir jetzt wieder im Sattel. Wenn ich ehrlich bin, kann ich es manchmal immer noch nicht so richtig glauben.

Nachdem wir uns entschlossen hatten unsere Reise aus familiären Gründen Ende Dezember zu unterbrechen, standen wir plötzlich vor dem Problem eine geeignete Verpackung für unsere Räder zu finden. Neue Räder oder ein Radgeschäft gibt es in Guines-Bissau nicht und folglich auch keine klassischen Radkartons. Mit ein bisschen Hartnäckigkeit und Improvisation fanden wir eine Lösung und reisten mit einem halben Hausstand zurück: Ein Herd, eine Waschmaschine und eine Musikbox. Zumindest sah es so aus als wir am Flughafen ankamen und die Mitarbeitenden am Schalter leicht überfordert waren und zunächst der Chef gerufen werden musste. Schlussendlich klappte die Mitnahme und die Räder kamen tatsächlich unversehrt in Frankfurt an.

Dort erwartete uns dann der nächste Schock. Ein Temperatursturz von rund 30 Grad machte unmissverständlich klar, dass wir wieder in Europa waren. Wir haben es überlebt und konnten ein paar Tage später trotz Frostbeulen sogar im Nordschwarzwald am Mummelsee eine Runde langlaufen. Kontrastprogramm pur.

Exakt einen Monat später ging es zurück nach Bissau. Diesmal steckten die Räder in riesigen Kartons, so groß, dass wir ernsthaft daran zweifelten, ob sie überhaupt mitgenommen werden würden. Doch auch diese Sorge stellte sich als unbegründet heraus – zumindest bis zur Ankunft.

Denn dort wartete das nächste Abenteuer: Die Kartons passten schlicht nicht durch die Türen der Gepäckverladung. Nach einigem Hin und Her kam man zu einer ebenso pragmatischen wie ungewöhnlichen Lösung: Ich sollte über das Gepäckband in den Verladeraum klettern und den Transport der Kartons außen am Gebäude entlang begleiten.

   

So kam es, dass ich die Einreisekontrolle ein zweites Mal passierte – ohne Pass, dafür mit zwei riesigen Kartons im Schlepptau. Die Karton sahen etwas mitgenommen aus, aber der Inhalt war in Ordnung.

Back to Africa. 🙂

 

 

 

Hier ein kleiner Überblick über unsere Strecke durch Guinea – damit ihr euch besser vorstellen könnt, wo wir gerade unterwegs sind.

Stand: 08.02.2026

Hier ein kleiner Überblick über unsere Strecke durch Guinea-Bissau – damit ihr euch besser vorstellen könnt, wo wir unterwegs waren.

1. Einreise:  17.12.2025
1. Ausreise: 29.12.2025
Kilometer:   xx km

2. Einreise:  29.01.2026
2. Ausreise: 05.02.2026
Kilometer:   xx km