Nachdem wir das schöne Baskenland hinter uns gelassen hatten, fiel uns dies zunächst vor allem an zwei Dingen auf: Zum einen fehlten die zusätzlichen baskischen Bezeichnungen auf Ortsschildern und Speisekarten, zum anderen verschwanden die im Baskenland nahezu allgegenwärtigen Plakate und Graffiti, mit denen für die angestrebte Unabhängigkeit geworben oder demonstriert wurde. Ein spürbarer Vorteil ergab sich zudem in ganz praktischer Hinsicht: Die Speisekarten waren nun nur noch in einer Fremdsprache verfasst und damit deutlich leichter zu übersetzen und zu verstehen.
Parallel dazu änderte sich auch die Gesamtsituation spürbar. Es wurde zunehmend voller – an den Stränden, in den Städten und vor allem auch auf den Campingplätzen. Hotels oder andere feste Unterkünfte waren zu erschwinglichen Preisen überhaupt nicht mehr zu bekommen. Wir näherten uns unübersehbar der „very high season“, was für uns bedeutete, spätestens um 15 Uhr am jeweiligen Tagesziel einzutreffen und dort noch mindestens drei Campingplätze zur Auswahl zu haben. An einem Tag konnten wir erst beim vierten Campingplatz unterkommen, wo uns zwei Plätze in einem für Pilger vorgesehenen Schlafsaal angeboten wurden. Wir nahmen dieses Angebot überglücklich an – zumal wir das Glück hatten, den mit Stockbetten ausgestatteten Raum ganz für uns allein zu haben.
Die Landschaft und die Strände entlang der Küste präsentierten sich in ihrer ganzen Schönheit, und während im übrigen Spanien eine extreme Hitzewelle herrschte, waren die Temperaturen hier im Norden für unsere Radtour nahezu ideal. Zum Baden allerdings war es oft eher kühl. Von den gleichzeitig wütenden großflächigen Waldbränden bekamen wir so gut wie nichts mit. Nur an einem Abend wehte der Wind etwas kalte Asche über die Berge bis zu uns, sodass unser Zelt am nächsten Morgen mit vielen kleine Ascheflocken überzogen war.
Unsere Route führte uns weitgehend entlang des nördlichen Jakobsweges, des „Camino de Santiago del Norte“. Immer wieder wurden wir freundlich mit einem „Buen Camino“ gegrüßt und zeigte uns dass wir auf dem richtigen Weg waren 🙂
Unsere Route verlief größtenteils entlang des nördlichen Jakobsweges, des „Camino de Santiago del Norte“. Unterwegs wurden wir regelmäßig mit dem traditionellen Pilgergruß „Buen Camino“ gegrüßt und dies bestätigte uns auch ohne Navigation, dass wir uns auf dem richtigen Weg befanden.